PHELA & KENAY

3 Städte. 2 Künstler. 1 Konzert

PHELA & KENAY im Oktober in Köln, Hamburg und Berlin: Drei Städte. Zwei Künstler. Ein Konzert.

Köln, 08.09.2015 – In der heimischen Musikszene etablieren sich allen Unkenrufen zum Trotz in den letzten Jahren immer mehr Künstler, die sich Zeit gelassen haben ihre musikalische Qualität reifen zu lassen; die sich ausprobiert haben, bis ihre Qualität reicht für die große Bühne, das große, das eigene Publikum und die gerade in diesen Umwegen ihre Stärke gefunden haben und nun umso mehr überzeugen. Im Oktober kommen zwei dieser Künstler gemeinsam auf Präsentations-Tour unter dem Motto: 3 Städte, 2 Künstler, 1 Konzert – Phela & Kenay in Köln, Hamburg und Berlin.

„Popmusik in Deutschland traut sich nicht so richtig cool zu sein“, sagt KENAY und guckt einen mit wachen Augen an, die keinen Zweifel daran lassen, dass der sympathische 27-jährige das mit der Coolness und der Popmusik schon bald ändern könnte. Nicht ohne Grund zählt er zu den spannendsten Newcomern der deutschen Popmusik, der endlich seinen Traum leben kann. Den Traum vom ersten Solo-Album: ROT UND BLAU.

Der Weg dorthin begann recht unspektakulär: KENAY wuchs im pfälzischen Donnersbergkreis als Sohn eines Musiklehrers auf. Es folgte der Besuch des staatlichen Musikinternats in Montabaur, später gründete er mit seinem Freund seine erste Rap-Crew namens Doppeldecker. Zusammen feierten sie einige kleine Erfolge und spielten im Vorprogramm von Denyo, Blumentopf u.v.m. Nach seinem Abi zog es KENAY nach Hamburg, wo er relativ schnell Fuß fasste und Teil des Produzenten-Kollektivs „Tracksetters“ wurde. Gemeinsam mit Sinch, seinem damaligen Mitbewohner, bastelte er für halb Rapdeutschland Beats, und den größten Erfolg erzielten beide mit zwei Produktionen auf „Xavas“, dem Platin-Album von Kool Savas und Xavier Naidoo. Letzteren konnte er sogar für sein Album „ROT UND BLAU“ als Feature-Gast verbuchen!

Doch immer wieder kristallisierte sich heraus, dass KENAY mehr sein möchte als nur ein Rapper und Beatmaker. Er fing an Pop-Songs zu schreiben und seine Zeit damit zu verbringen, an seinem Gesang zu arbeiten statt an seinen Rap-Skillz! Es folgten Auftritte im Vorprogramm von XAVAS und Chakuza, bei denen er zum ersten Mal auch seine neuen Stücke wie „Der Sonne entgegen“, „Violett“ und „Endlich angekommen“ präsentierte. Er stieß dabei auf äußerst positive Resonanz, was ihn darin bestärkte diesen Weg weiterzugehen. „Viele Leute reagieren strange, sobald sie das Wort Pop hören, dabei kann Pop richtig gut gemacht sein. Wo sonst gibt es Refrains, die derart hängenbleiben und so viele Menschen berühren?“ So wie die erste Single „Nur einmal“. Dieser unfassbare Beat, der dir ins Gesicht schlägt, sobald die Drums einsetzen, kombiniert mit Zeilen, die auf den Punkt gebracht sind, und einer Hookline, die einem einfach nicht aus dem Kopf geht! Jetzt ist klar, was KENAY meint, wenn er sagt: “Pop kann cool sein, wenn er gut gemacht ist“. Auf dem Album „ROT UND BLAU“ trifft urbaner Sound auf große Refrains und Melancholie auf schönste Melodien.

Der Counterpart zu KENAY’s coolem Pop findet sich bei Phela. „Nur nachts rieche ich noch Lavendel bei mir.“ Die Erinnerung an einen Lavendelgeist duftet beruhigend unter dem Kissen. Im Hintergrund spielt jemand auf einem verstimmten Klavier eine verhallte Melodielinie in Moll. Phela, 25, singt: „Ich wünsche dir eine Sprache aus Sand und mir ein Meer, das deine Worte wegspült.“ Phela schreibt: Liebeslieder, deren Echtheit sich durch die in ihnen versteckten Widerhaken offenbart. Farben und Proust’sche Schlüssel aus Duft und Geschmack zur Kindheit durchwehen die elf Songs von Phelas Debütalbum „Seite 24“ - „Ich werfe rote Federn in die Luft, ein letztes Zeichen an die Zeit.“ Die vielen, poetisch eingefärbten Naturbilder und eindringlich-verblichenen Polaroid-Farben in Phelas Liedern haben ihren Ursprung auf dem Fluxus-Bauernhof ihres Vaters, des Künstlers und Musikers Jeff Beer in Bayern. „Hier war alles erlaubt“, sagt Phela bei einem Kaffee und einer Zigarette in einer abgelegenen Ecke von Berlin-Neukölln: „Mein Vater hat mir nie etwas verboten, alles war eine Welt der Möglichkeiten, alles wurde ausprobiert, wir hatten auch keinen Fernseher zu Hause.“

Stattdessen gab es im offenen Hof des Vaters Improv-Musik, Skulpturen aus gefundenem Material, Fotoserien von Bäumen aus dem Garten, permanente Besuche interessanter Familienfreunde. Phela bringt sich selbst das Geigenspiel bei, gewinnt Wettbewerbe und Preise, zieht nach Paris, fotografiert Straßenmusiker in den Banlieus, geht zurück nach Deutschland, beginnt in Hannover Musik zu studieren „weil sich die Sehnsucht zur Musik über drei Banden in mir zurückmeldete“.

Eine Station später, in Berlin, lernt sie Cecil Remmler, Marek Pompetzki und Paul Neumann kennen, die gemeinsam das Numarek Studio in Kreuzberg betreiben. Mit Ihnen als Produzenten nimmt Phela ihr Album „Seite 24“ auf. Das Vertrauen, der Mut, die Poesie und die Farben sind die Zutaten für einen der herausragenden Versuche unserer Tage, der deutschen Sprache eine eigene Tonalität abzuringen.

Und so finden sich in „3 Städte, 2 Künstler, 1 Konzert“ zwei sehr gegensätzliche Musiker, Phela & Kenay, die doch vereint sind in ihrer Kunst der Sprache, ihrer Liebe zur Musik und ihrem Willen und der Ausdauer, mit dem eigenen Können den persönlichen Traum zu verwirklichen.

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Termine

20.10.2015 Köln Yuca
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21.10.2015 Hamburg Nochtspeicher
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22.10.2015 Berlin Privatclub
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08.09.2015 PHELA & KENAY im Oktober in Köln, Hamburg und Berlin